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In the olden days (up until the 1960s) gruenkern was produced like this: The spelt was cut with the Sichel into small bundles (Haempfele) of maybe about 50 stalks each. These little bundles were pulled through some kind of an iron comb which was mounted on a wooden chest, called the Reffe. By this method the ears were torn off and fell into the wooden chest(Reffe). The ears were poured into sacks and taken to the Darre which was a barnlike building containing a huge roasting oven. The ears were poured onto the gridiron under which a fire of beechwood was burning. After having reached a certain degree of roasting the beard was removed from the grain and what was left was this unique delicacy: GRUENKERN.

Man muss sich das so vorstellen: Die Groß-Familie rückt an mit allen hilfsbereiten Freunden und Nachbarn, idealerweise an einem heißen, trockenen Tag. Und just an diesem heißen Tag müssen die Dinkelkörner einen bestimmten Weichegrad (die sogenannte Michreife) aufweisen; sie dürfen auf keinen Fall hart und ausgereift sein. Es gab immer nur wenige Tage an denen der Grad der Milchreife und Wetter akzeptabel waren.

Der Dinkel wurde zuerst mühevoll mit der Sichel in kleine Hämpfele (schlanke Büschel) geschnitten, in der Regel war das Frauenarbeit. Die Hämpfele wurden kreuzweise gelegt, und meist von Kindern den Männern an der Reffe gereicht, die sie durch einen auf der Reffe angebrachten Riesen-Eisenkamm zogen. Die Ähren fielen in den Kasten und das Stroh wurde sorgsam gebündelt; damit machte man sogenannte Seiler, mit denen man die Garben auch anderer Getreidearten zusammenband. Endlich ging es mit den Säcken voller Ähren zur Darre, wo sie auf einem Rost über Holzfeuer gedärrt wurden. Nun mußte nur noch im Lagerhaus/der Gerbmühle der Spelt weggegerbt werden – und der Grundstoff für so viele Delikatessen war fertig.